64 % der Vermieter befürworten das Bestellerprinzip

Seit dem 1.6.2015 gilt das sog. Bestellerprinzip, d.h. die Kosten für einen Maklerservice muß der entsprechende Auftraggeber, d.h. im Normalfall der Vermieter übernehmen. Laut einer Umfrage des Immobilienportals Immowelt (Stand Juli 2015) befürworten 64 % der Vermieter das Bestellerprinzip. 23 % der Vermieter beauftragen einen Makler für die Mietersuche nur bei besonderem Bedarf. Selbstverständlich muß der entsprechende Service dann auch sein Geld wert sein, d.h. die Qualität muß stimmen.

Warum sollte man eigentlich überhaupt einen Makler mit der Mietersuche beauftragen?

Stellen wir uns dazu folgendes Szenario vor: Der Vermieter einer Wohnung bekommt die Kündigung auf den Tisch. Der Mieter wird die Wohnung in drei Monaten verlassen. Zum Zeitpunkt des Auszuges soll ein neuer Mieter gefunden sein, möglichst genauso zuverlässig wie der bisherige. Die Miete soll pünktlich auf dem Konto sein, kein Ärger mit den anderen Hausbewohnern entstehen – so wie es sich wahrscheinlich jeder Vermieter wünscht, der die vermietete Immobilie als Kapitalanlage gewählt hat.

Entscheidet sich der Vermieter bei einem Mieterwechsel dafür, die Mietersuche selbst zu übernehmen, begibt er sich mehr oder weniger aus seiner Rolle als Kapitalanleger in eine Rolle, die von ihm verlangt Entscheidungen zu treffen, die mit Menschen und Emotionen zu tun haben. Die wenigsten Vermieter können einen neutralen und sachlichen Standpunkt bewahren. Die Mietsuchenden auf dem Münchner Mietmarkt sind oft dringend auf der Suche und versuchen mit all ihren Überredungskünsten und Emotionen, den Vermieter, den sie auf der Besichtigung persönlich kennenlernen, davon zu überzeugen, dass sie die richtigen Mieter sind. Dabei kann es passieren, dass sich der Vermieter davon abbringen lässt, relevante Bonitätsunterlagen einzusehen oder genauer zu überprüfen. Viel zu schnell wird ein Mietvertrag unterzeichnet, wenn der Vermieter „ein großes Herz“ hat und sich auf seine „Menschenkenntnis“ verlassen möchte. Manchmal lässt er sich sogar darauf ein, ohne eine Kautionszahlung, die Schlüssel der Wohnung schon beim Mietvertrag herauszugeben. Er hat dann im Nachhinein keine Möglichkeit mehr, seinen spontanen Entschluss wieder rückgängig zu machen.

Viele gute und seriöse Makler bieten bei der Mietersuche eine Bonitätsprüfung an und achten darauf, dass der Mietinteressent vor Unterzeichnung des Mietervertrages ausreichend überprüft wird, um spätere Überraschungen zu vermeiden. Die Firma Vermietspezialist Bartsch & Rozmarin Immobilien überprüft die Mietinteressenten anhand einer Selbstauskunft, die durch eine SCHUFA-Klausel vervollständigt wurde. In wenigen Minuten liegt die aktuelle SCHUFA des Interessenten vor. Der Makler steht während den Verhandlungen zwischen Vermieter und Mieter als neutraler Vermittler zwischen den Parteien. Der Vermieter wird daher nicht vom Mieter überrumpelt werden und kann den Makler als Ratgeber bei seinen Entscheidungen hinzuziehen. Der Mieter erspart sich eine direkte und evtl. unangenehme Konfrontation mit dem Vermieter, wenn es um die Überprüfung der Bonität geht. Der Makler kann die Einkommenssituation wie ein neutraler Verwalter begutachten und dem Mietinteressenten den Standpunkt des Vermieters erläutern. Hat der Vermieter in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht, ist es verständlich, dass er in Zukunft möglichst vollständige Unterlagen des Mieters einsehen möchte.

Ein professioneller Makler spart dem Vermieter also nicht nur Zeit und Geld, sondern läßt ihm außerdem seine Rolle als Kapitalanleger bei einem Mieterwechsel objektiv wahrnehmen und kann ihn so dabei unterstützen, für die nächsten Jahre die richtige Wahl zu treffen.

Auch wenn die Gesetzeslage eine Härte für den Vermieter bedeutet, der schließlich jahrelang in den Genuß eines kostenlosen Service gekommen ist, sollte die Dienstleistung eines Makler in Zukunft mehr Wertschätzung erfahren, da sie definitv einen wertvollen Service für den Immobilienbesitzer darstellt.

Angelika Bartsch, Geschäftsführer